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Moorschutzförderung

Auf dieser Seite finden Sie Hinweise und Links zu Fördermitteln für den Schutz von brandenburgischen Mooren und die Minderung von Moorbodenverlusten.
Alle Förderinstrumente des Landes, des Bundes und der EU laufen bis 2020, ggf. Verlängerung um 1-2 Jahre (Ausnahme NaturSchutzFonds Brandenburg und EU-LIFE).

Nasse Grünlandnutzung

Bislang gab es für Landwirte auf Moorflächen Förderungen in erster Linie für eingeschränkte Mahdzeiten und Verzicht auf Düngung. Die für den Torferhalt notwendige hohe Wasserhaltung wurde dadurch nur indirekt gefördert. Dafür gibt es nun erstmalig eine weiter reichende Förderung.

Moorschonende Stauhaltung (Stand 12/2015)

Kennzeichnung  Agrarumweltmaßnahme zur ganzjährig hohen Wasserhaltung für Grünland auf Moor und Anmoor, keine zusätzlichen Einschränkungen, Festlegung der Stauhöhe durch wasserrechtliche Erlaubnis der Wasserbehörde, Abstimmung aller Betroffenen notwendig, Dienstleister unterstützt Antragsteller bei Beantragung

 

Moorschonende Stauhaltung

Ein neues Förderinstrument im Kulturlandschaftsprogramm hilft dem Landwirt auf nassen Standorten. Das Programm richtet sich an Bewirtschafter von nassen Grünlandflächen auf Moor, die nicht intensiv bewirtschaftet werden sollen. Die Beantragung ist für 2017 möglich. 


Moorschutzprojekte

Für Moorschutzvorhaben gibt es verschiedene Förderungen des Landes, des Bundes und der EU. Kleinere und mittlere Vorhaben lassen sich am besten bei den Förderungen der Landesinstitutionen unterbringen. Für größere mehrjährige Vorhaben mit höherem Abstimmungsaufwand eignen sich EU-LIFE-Projekte oder Naturschutzgroßprojekte.

» Land Brandenburg 

Förderung des natürlichen Erbes und des Umweltbewusstseins, Teil D (Stand 12/2015)

Kennzeichnung  Förderung für Moorschutzmaßnahmen bis 100 %, Förderung allein für Vorstudien und Flächensicherung im Vorfeld möglich, Projektauswahlkriterien beachten

Flächensicherung und Vorstudien im Vorfeld werden mit bis zu 100 % gefördert, wenn sich der Antragsteller bei nachgewiesener Machbarkeit auch zur Umsetzung verpflichtet. Eine Finanzierung der geleisteten Aufwendungen erfolgt auch, wenn sich ein zunächst hoffnungsvolles Vorhaben als nicht durchführbar herausstellt. Schwerpunkt sind kleinere und mittlere Moorschutzprojekte mit dem Ziel der Wiederherstellung wachsender Moore bzw. Aspekten des Arten- und Lebensraumschutzes. Die Projektauswahlkriterien sind zu beachten. Bewilligungsstelle ist die ILB

Infoseite des MLUL 

Alle erforderlichen Informationen und Unterlagen sind unter www.ilb.de/de/wirtschaft/zuschuesse/natuerliches_erbe_und_umweltbewusstsein/index.html erhältlich.

Weitere wichtige Informationen:


Richtlinie Wasser (Stand 12/2015)

Kennzeichnung  Förderung für Moorschutzmaßnahmen mit den Zielen Wasser- bzw. Nährstoffrückhalt bis 100 %, Maßnahme muss den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie dienen

Die Förderung eignet sich vor allem für kleine und mittlere, ausnahmsweise auch größere Vorhaben mit den Zielen Wasserrückhalt, Erhöhung der Speicherfunktion der Landschaft. Erwünscht sind auch Synergieeffekte mit Zielen der Wasserrahmenrichtlinie (Nährstoffrückhalt, Wiederherstellung von Auen, Strukturvielfalt in Fließgewässern etc.). Bewilligungsstelle ist die ILB.

Die Richtlinie ist noch nicht in Kraft.

Moorschutzrahmenplan und weitere Moorschutzvorhaben beim NaturSchutzFonds Brandenburg (Stand 12/2015)

Kennzeichnung  Meist anteilige (selten volle) Förderung von Moorschutzmaßnahmen gemäß Moorschutzrahmenplan, für Mittelbedarf über 25.000 € gibt es pro Jahr zwei Antragsfristen

Der NaturSchutzFonds Brandenburg (NSF) fördert vielfältige Naturschutzvorhaben. Da hierfür Mittel der Ausgleichsabgabe der Landkreise verwendet werden, sollen die Mittel auch entsprechend in diese Regionen zurückfließen. Mit einer Mittelanfrage sollte man deshalb auch die Frage nach der Verfügbarkeit von Finanzmitteln für den jeweiligen Landkreis stellen. Ein Kernziel des NSF ist seit 2006 die Umsetzung des Moorschutzrahmenplans.

Moorschutzrahmenplan

Moorgebiete, die in diese Kategorien fallen, werden besonders hoch gewichtet. Der NSF fördert in der Regel anteilig, so dass dieser gern für die Kofinanzierung anderer Förderinstrumente angefragt wird. Es gibt in begründeten Fällen auch 100 %-Finanzierungen. Für Mittelbedarfe über 25.000 € muss der Stiftungsrat zustimmen, der zweimal im Jahr zum Anfang und zum Ende des Jahres tagt.

Infoseite des NaturSchutzFonds Brandenburg zur Projektförderung


MoorFutures 

MoorFutures sind freiwillige Klimazertifikate, die für die Finanzierung von Moorschutzvorhaben ausgegeben werden. Die Idee wendet sich an Privatpersonen, Firmen und Organisationen, die ihre eigene negative Klimawirkung kompensieren wollen. Wer durch sein Handeln große Mengen Treibhausgas erzeugt, kann als Kompensation was Gutes tun und Moorschutzprojekte mitfinanzieren. So können an anderer Stelle wieder Treibhausgasemissionen reduziert werden. Die Idee ist vom Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern ins Leben gerufen worden. Das Land Brandenburg ist das zweite Bundesland, in dem es diese Finanzierungsform gibt. Hier führt die Flächenagentur Brandenburg MoorFutures in ihrem Portfolio.
Näheres erfährt man unter: www.flaechenagentur.de/moorfutures/ 


» Bund 

Bundesprogramm Biologische Vielfalt (Stand 12/2015)

Kennzeichnung  Förderung großer mehrjähriger Vorhaben zur Verbesserung der Artenvielfalt in den Regionen Mecklenburgisch-Brandenburgisches Seengebiet und Schorfheide und Neuenhagener Oderinsel.

Das Förderprogramm eignet sich für größere Landschaftsräume, in denen mehrere Lebensraumtypen gefördert und entwickelt werden sollen. Gefördert wird hier vor allem in den sogenannten Hotspots der Artendiversität in Deutschland. In Brandenburg sind das die Regionen 

  • 25. Mecklenburgisch-Brandenburgisches Seengebiet 
  • 26. Schorfheide und Neuenhagener Oderinsel

Beschreibung der Hotspots

Arten der Moore mit besonderer Verantwortung Deutschlands sind z. B. Kiebitz, Gelbbauchunke, Sumpf-Enzian und Weißes Schnabelried.

Infoseite des Bundesamtes für Naturschutz


Naturschutzgroßprojekte Chance Natur (Stand 12/2015) 

Kennzeichnung  Förderung großer mehrjähriger Vorhaben mit den Kriterien Repräsentanz", "Großflächigkeit", "Naturnähe", "Gefährdung" und "Beispielhaftigkeit".

Auch dieses Förderinstrument eignet sich für besonders großflächige Vorhaben. Auf der Internetseite des BfN heißt es dazu: „Die Auswahl der Naturschutzgroßprojekte erfolgt anhand der Kriterien „Repräsentanz“, „Großflächigkeit“, „Naturnähe“, „Gefährdung“ und „Beispielhaftigkeit“. Naturschutzgroßprojekte unterscheiden sich von anderen Naturschutzvorhaben insbesondere durch ihre Großflächigkeit und Komplexität. Ziel ist es, ein möglichst großflächiges Areal als Ganzes zu erhalten: einerseits, um besonders schützenswerten Tier- und Pflanzenarten genügend Lebensraum zu sichern. Andererseits trägt die Großflächigkeit auch dazu bei, negative Außeneinflüsse so weit wie möglich aus dem Kernbereich des Vorhabens fernzuhalten.

Infoseite des Bundesamtes für Naturschutz

Die letzten Naturschutzgroßprojekte mit dem Schwerpunkt Moorschutz waren in Brandenburg:


» EU 

LIFE (Stand 12/2015) 

Kennzeichnung  Förderung großer mehrjähriger Vorhaben zum Erhalt und der Verbesserung von NATURA-2000-Gebieten. Es gibt u. a.  die Schwerpunkte "Natur und Biodiversität" und "Klimaschutz". Im ersten Bereich stehen SPA-Vogelarten oder FFH-Lebensräume im Vordergrund des Förderziels.

Das Förderprogramm ist mehrfach erfolgreich in Brandenburg angewendet worden. Beispiele dafür sind u. a. die Vorhaben

EU-LIFE ist auf die Kulisse der NATURA-2000-Gebiete beschränkt. Außerhalb dürfen Maßnahmen nur in seltenen Fällen umgesetzt werden, wenn diese in das Gebiet hineinwirken. Neuere Erfahrungen dazu gibt es im Fachbereich Moorschutz des LfU und bei den genannten verantwortlichen Stellen der beiden LIFE-Vorhaben.

EU-Seite für LIFE:

Letzte Aktualisierung: 23.05.2016

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Weiterführende Informationen Moore

  • Vorträge
  • Literatur nach Themen
  • Handreichungen, Leitfäden
  • Internetangebote

Kontakt

Landesamt für Umwelt
Fachbereich Moorschutz

Referat W 26
- Isabell Hiekel
- Jens Thormann
- Dr. Lukas Landgraf
 
korrespondierender Experte
- Udo List (Referat GR 4)