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Wolfswelpen im Land Brandenburg

Wölfe pflanzen sich einmal jährlich fort. Im Gegensatz zu Hündinnen werden Wolfsfähen nur einmal im Jahr im Winter läufig. Nach gelegentlichen Annäherungsversuchen ab Ende Januar paaren sich die Elterntiere Ende Februar oder Anfang März. Wolfswelpe TÜP Lehnin (Aufnahme mit Fotofalle) © Fritz/BIMA/LfUNeues Fenster: Bild vergrößern
Bereits im Winter gräbt die Wölfin in einem abgelegenen und möglichst störungsfreien Gebiet mehrere potenzielle Wurfhöhlen. Nach rund 63-tägiger Tragzeit bringt die Wölfin im April oder Mai in der Regel zwei bis sechs Welpen zur Welt. Die bei der Geburt nur rund 500 Gramm wiegenden Jungen sind blind und taub und können somit als Nesthocker bezeichnet werden.
Doch die Welpen wachsen rasch und verlassen nach rund drei Wochen erstmals ihre Geburtshöhle. In diesem Alter nehmen sie neben der Muttermilch bereits von den Altwölfen hervorgewürgte Fleischbrocken auf.
Während der Aufzucht zwischen Ende April und Juni reagieren die Wölfe extrem empfindlich auf Störungen im Umkreis der Höhle. Wolfswelpen TÜP Lehnin ( Aufnahme mit Fotofalle) © Fritz/BIMA/LfUNeues Fenster: Bild vergrößern Bei Störungen tragen die Fähen ihre Welpen unverzüglich nacheinander in weiter entfernt gelegene Ersatzhöhlen. Das gesamte Rudel versorgt zunächst im Umfeld der Höhle und später an sogenannten Rendezvousplätzen den Nachwuchs. Dafür wählen die Elterntiere meist Wiesen oder Lichtungen in der Nähe von Wasserquellen mit Versteckmöglichkeiten wie Dickungen oder Gebüsch aus.
Diese Erfahrung geben die Eltern an die jungen Wölfe weiter, die somit genau die Anforderungen an geeignete Orte für eine erfolgreiche Fortpflanzung kennen. Ein Rudel trifft sich den ganzen Sommer lang immer wieder an einem oder auch an mehreren dieser Rendezvousplätze. Zusammen mit den Eltern beteiligen sich auch die Geschwister aus dem Vorjahr am Nahrungserwerb für die Jüngsten. Trotz aller Fürsorge sterben viele der empfindlichen Welpen bereits im ersten Lebensjahr: Oft reicht die Nahrung nicht aus, dazu kommen Krankheiten. Gerade der Herbst gilt als eine kritische Zeit.
Gleich in ihrem ersten Sommer beginnen Jungwölfe alle Fertigkeiten für das weitere Leben zu lernen: Beute zu erlegen, Fährten zu verfolgen oder Gerüche zuzuordnen. Bei Fehlern werden sie mit zunehmendem Alter immer resoluter von den Alttieren und älteren Geschwistern zurechtgewiesen.
Bereits im ersten Winter können sich die Welpen gemeinsam mit dem Rudel auf die Jagd begeben.
Insgesamt konnten für das Wolfsjahr 2015/16 bisher 53 Welpen (im Wolfsjahr 2014/15 waren es 41) bestätigt werden. Im Wolfsjahr 2016/17 wurden 74 Welpen nachgewiesen.
Als eines der jährlichen Resultate des Wolfsmonitorings in Brandenburg entsteht eine Übersicht der reproduzierenden Rudel.
An der Erhebung dieser Daten arbeiten viele Ehrenamtliche Wolfsbeauftragte, Förster, Jäger und Biologen mit.

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