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Wölfe im Land Brandenburg

© C. Eiser/LfUDer Wolf - eines der am weitesten verbreiteten Säugetiere der Erde - wurde in weiten Teilen West- und Mitteleuropas im 18. und 19. Jahrhundert ausgerottet. Die letzten Reproduktionsnachweise des Wolfes stammen für das heutige Gebiet Deutschlands aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Zum ersten Mal nach langer Abwesenheit wurden im Jahr 2000 wieder wildlebende Wölfe in Deutschland, in der sächsischen Lausitz, geboren. 

In Brandenburg erfolgte die erste territoriale Ansiedlung eines Wolfspaares im Jahre 2007 im äußersten Südosten des Landes. 2009 wurden erstmals seit über einem Jahrhundert Wolfswelpen in Brandenburg aufgezogen. Seitdem ist der Bestand kontinuierlich angewachsen. Nach derzeitigem Kenntnisstand des Monitorings (Wolfsjahr 2016/2017) leben im Land Brandenburg 21 Wolfsrudel und 2 Paare. Hinzu kommen 2 Gebiete mit unklarem Status. Dies sind dann 25 Vorkommensgebiete zuzüglich der Suchräume im Landkreis Elbe-Elster (Raum Prösa), im Raum Hangelsberg (Landkreise Märkisch-Oderland/Oder-Spree) sowie grenzübergreifend zu Mecklenburg-Vorpommern für die Jännersdorfer Heide. Der abgebildete Kenntnisstand für das Wolfsjahr 2016/2017 ist vorläufig, da die Untersuchungen in den einzelnen Gebieten noch laufen. Die Aus- und Bewertung der Ergebnisse aus dem Monitoring erfolgt jeweils im Anschluss an das Ende des aktuellen Wolfsjahres (30. April), wenn alle Daten vorliegen und wird turnusmäßig im Herbst auf dem nationalen Monitoringtreffen der Bundesländer endabgestimmt.

Im Jahresverlauf schwankt die Anzahl der Wölfe innerhalb eines Familienrudels. Dies ist davon abhängig, wie viele Wölfe geboren werden, wie viele vorjährige Wölfe im Rudel verbleiben und wie hoch die Sterblichkeit ist.

Seit 1990 wurden im Land Brandenburg neun Wölfe illegal geschossen, 55 fielen dem Straßenverkehr (darunter eines der Eisenbahn) zum Opfer, neun der gefundenen toten Wölfe kamen durch sonstige Ursachen um, bei fünf Tieren konnte die Todesursache nicht mehr ermittelt werden.

Im Wolfsjahr 2015/2016 (vom 1. Mai 2015 bis 30. April 2016) sind insgesamt 15 Wolfstotfunde bekannt geworden, davon 14 Verkehrsopfer und ein Tier mit sonstiger Todesursache (Bissverletzung mit anschließender Sepsis). Im Wolfsjahr 2014/2015 waren es nur 7 Wölfe (4 geschossene Tiere und 3 Verkehrsopfer).

Nimmt man die Kalenderjahre waren es 2014 11 Totfunde, 2015 starben 9 Wölfe und für das Jahr 2016 wurden 19 Totfunde bekannt, darunter 15 Verkehrsopfer.

Als Schwerpunktraum für Verkehrsopfer kristallisiert sich der Abschnitt vom Autobahnkreuz Potsdam bis zur Abfahrt Ferch auf der A 10, in dem bisher 5 Tiere überfahren wurden, heraus.

  • Wolfsnachweise im Land Brandenburg
    Diese Karte zeigt die Wolfsterritorien, die wissenschaftlich gesichert, auf Grundlage der Daten des jeweils abgelaufenen Wolfsjahres definiert wurden.

Der Wolf ist zahlreichen Gefährdungen beispielsweise durch Straßenverkehr und illegale Tötungen ausgesetzt. Er unterliegt dem Naturschutzrecht und darf nicht gejagt werden. Einzelne Übergriffe von Wölfen auf Schafe zeigen, dass die Wiederansiedlung im Land nicht ohne Konflikte verläuft. Nutztierhalter müssen besondere Maßnahmen zum Schutz ihrer Tiere ergreifen, um Übergriffe zu verhindern.

Hierzu wurde die mit Unterstützung des IFAW die Informationsbroschüre: "Mit Wölfen leben" vom Landesamt für Umwelt über die Tierseuchenkasse an alle Nutztierhalter (Schafe, Ziegen) in Brandenburg versandt. Die darin enthaltenen Informationen zu bewährten Herdenschutzmaßnahmen, Fördermöglichkeiten und Schadensausgleich sollen helfen, unbegründete Ängste abzubauen und Konflikte möglichst zu vermeiden.

Einen aktuellen und kompletten Überblick über Wölfe in Brandenburg gibt die vom Brandenburger Umweltministerium heraus gegebene Broschüre "Wölfe in Brandenburg - Eine Spurensuche im märkischen Sand". Auf 152 reich illustrierten Seiten erfährt der Leser alles Wissenswerte über die geschützte Tierart, ihren Lebensraum und das Brandenburger Wolfsmanagement.

Zentrale Schadenshotline

Zentrale Schadenshotline für Tierhalter bei Übergriffen durch den Wolf:
Telefon: 0172/ 5641700

Wir helfen Ihnen!
» im Schadensfall


Wichtige Informationen

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Kontakt

Landesamt für Umwelt
Abteilung Naturschutz
Referat N3
Steffen Butzeck
Tel.:     035603/ 69123
E-Mail: Steffen Butzeck

Katrin Todt
Tel.:     0335/ 5603261
Mobil:   0152/ 22962604
E-Mail: Katrin.Todt